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  1. Marion Flowerhorn UFA auf Der Flowerhorn-Fisch am

Siamesische Kampffische (Betta Splendens)

Einleitung

Siamesische Kampffische sind eine der beliebtesten und schönsten erhältlichen Zierfisch-Arten fürs Aquarium. Es gibt sie in einer großen Auswahl an verschiedenen Farben, und die Männchen der Spezies haben lange, fahnenartige Flossen. Sie können unter unterschiedlichen Bedingungen gehalten werden. Einst wurden viele in Vasen mit einer Seerose verkauft, und immer noch werden sie manchmal in Bechern und kleinen Gefäßen gehalten. Obwohl solche Haltung für Siamesische Kampffische bei weitem nicht ideal ist, können sie auch solche Bedingungen beliebig lange tolerieren – allerdings heißt das nicht, sie seien dabei auch glücklich! Für sämtliche Fischarten empfehle ich immer wenigstens 7,5 Liter Wasser zu verwenden und es regelmäßig zu filtern oder zu wechseln. Ich hasse es einfach, wenn Fische „eingemacht“, also in 0,5-1 Liter Wasser gehalten werden.

Seinen Namen hat der Siamesische Kampffisch noch damals bekommen, als Exemplare der Spezies von Spielern im Fernen Osten für Wettkämpfe gezüchtet wurden. Zwei Männchen wurden zusammen gelassen, und die Leute konnten sich für Geld den Kampf anschauen, der oft bis zum Tode eines der Tiere dauerte. Splendens ist eine der wenigen Fischarten deren Männchen keine anderen Männchen in ihrer Nähe tolerieren. Der Ursprung ihrer Aggressivität ist unbekannt, manche glauben aber, dass es sich um ein natürliches Territorialverhalten handeln könnte. Allerdings wurde ihre natürliche Aggressivität bei der langen Zucht in Gefangenschaft absichtlich zu einer unnatürlichen Stärke geholfen.

Herkunft

Siamesische Kampffische stammen aus den Reisfeldern, Bächen und Strömungen Südostasiens. In freier Wildbahn leben sie heute vor allem in Thailand, Borneo und Südvietnam. Sie bevorzugen stehende Gewässer (Teiche) und langsam fließende Strömungen. Da sie ein Labyrinthorgan, eine Art spezielle „Lunge“ haben, können sie auch in sehr wenig Sauerstoff enthaltendem Wasser am Leben bleiben, indem sie regelmäßig zur Oberfläche schwimmen um zu atmen. Auch solche Fälle sind bekannt, in denen Exemplare gestorben sind weil sie die Oberfläche nicht erreichen konnten!

Aquarium

Sie brauchen warmes Wasser – Temperaturen zwischen 24ºC (75ºF) und 29ºC (84ºF) – können aber beliebige Wasserhärte-Werte (pH) zwischen 6 und 8 ertragen. Das Becken sollte auch einen gut schließenden Deckel haben, da Siamesische Kampffische exzellente Springer sind und daher ihren Tod oft dadurch finden, dass sie aus dem Wasser hinausspringen. Außerdem braucht man den dichten Deckel auch dazu, um die Lufttemperatur der Wassertemperatur möglichst ähnlich halten zu können, um zu sichern, dass ihr Atmungsorgan nicht der Erkrankung wegen kalter Luft ausgesetzt wird.

Alle Bilder wurden von Laura M. Schlögl zur Verfügung gestellt.

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Die meisten Leute würden raten, die Männchen dieser Spezies als Einzelgänger immer allein im Aquarium zu halten, und in den meisten Fällen ist das auch eine kluge Entscheidung. Allerdings können Siamesische Kampffische auch in Gemeinschaftsbecken, mit anderen Fischarten zusammen gehalten werden, solange darauf aufgepasst wird, dass das Aquarium keine kleinen Jungfische, anderer Flossen beißende Fische, ähnlich aussehende Arten (wie zum Beispiel Guppys mit langen, farbigen Flossen), andere Splendens Männchen oder sehr schnelle Fische enthält. Sie können auch mit Kampffisch-Weibchen zusammen gehalten werden, wenn mehrere Weibchen im Becken leben. Diese Fische bewegen sich langsam (außer wenn sie etwas Verfolgen und bei der Paarung). Ihre langen Flossen sind nicht nur wegen den Beckengenossen sondern auch bei kantigen Objekten und Dekorationen mit scharfen Ecken einer hohen Schadensgefahr ausgesetzt. Auch ähnlich aussehende Fische – wie prachtvollere Guppys – können Probleme verursachen dadurch, dass sie vom Kampffisch-Männchen für männliche Bettas, also für Konkurrenten gehalten werden.

Das Becken sollte viele Verstecke, Pflanzen und Steine oder Dekorationselemente bieten, weil diese Fische sich sehr gerne verstecken und auch gerne jagen. Lebendfutter wie rote Mückenlarven, geschnittene Regenwürmer, Artemia und Daphnia wird sehr rasch verputzt, sie sollten aber auch Gemüse wie zerdrückte Erbsen und Gurken- oder Auberginenscheiben gefüttert bekommen.

Temperament und Zucht

Nicht alle Siamesische Kampffische sind superaggressiv. Sehr viel hängt davon ab, wie sie gezüchtet werden. In Gemeinschaftsbecken aufwachsende Exemplare sind viel weniger aggressiv als solche Kampffische, die in Einzelbecken gehalten wurden. Ihre Aggressivität wird noch weiter verstärkt, wenn sie bis zum Erwachsen werden keine anderen Siamesischen Kampffische zu sehen bekommen. Um das zu erreichen, verwenden sehr viele Kampffisch-Züchter die auf Englisch „Carding“ genannte Haltungsweise, bei der zwischen die einzelnen Becken dicke Kartonscheiben gelegt werden, damit die Fische ihre Nachbarn nicht sehen können. Viele dieser Züchter behaupten gerne, die Kartonscheibe sei nur da, um die Splendens-Männchen vom müde werden durch das ständige Drohverhalten zu schützen. (Dieses Verhalten besteht darin, dass sie ihre Kiemendeckel aufstellen und die Flossen ausbreiten um einander zu drohen.)

Ich persönlich habe mit der Zucht von Splendens-Exemplaren im Gemeinschaftsbecken erfolgreiche Erfahrungen gemacht, ohne bedenkliche Anzeichen von Schwierigkeiten. Bei mir gilt diese Züchtungsweise dann für erfolgreich, wenn sie ohne Probleme in der Gemeinschaft leben können, bis sie das Alter von 6 Monaten erreichen, ab welchem Alter die Männchen sehr auffallend werden. Schon die Jungfische werden einander drohen, bei mir gab es aber nie Todesfälle oder auch nur ernste Aggressivität. In den meisten Fällen gibt eines der Männchen in kurzer Zeit nach und schwimmt davon, nachdem es einen Kopfstand gemacht hat, um zu zeigen, dass die Überlegenheit des anderen anerkannt wird. Sobald dieser Schritt erreicht wurde, nimmt der Sieger noch einmal die Drohhaltung auf, wonach auch dieses Männchen davon schwimmt. Wenn sie 6 Monate alt werden, nehme ich die Männchen aus dem gemeinsamen Becken heraus und setze sie in Einzelbecken, sie können aber auch danach andere Siamesische Kampffische sehen.

Weibchen der Spezies sind gewöhnlicherweise viel ruhiger, und haben auch viel kürzere Flossen. Das Kampffisch-Weibchen kann beliebig lange in Gemeinschaft gehalten werden, entweder als Mitglied einer Gruppe von 6 oder mehr Weibchen, oder mit einem Männchen und anderen Weibchen zusammen. Wie überall, gibt es auch hier Ausnahmen zur Regel, deswegen ist es immer wichtig, aufmerksam zu sein, wenn mehrere Siamesische Kampffisch-Weibchen im selben Becken gehalten werden.

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Obwohl die Zucht dieser Fische einfach ist, sollte man sich dazu nur dann entscheiden, wenn für die Jungfische entsprechende Bedingungen zu Verfügung stehen. Siamesische Kampffische bauen sich auf der Wasseroberfläche oder unter großen Blättern oder ähnlichen Objekten Schaumnester aus Luftbläschen die sie mit Speichel bedecken. Bei der Paarung wird das Gelege des Weibchens vom Männchen aufgefangen und ins Schaumnest gespuckt.

Wenn du vor hast diese Fische zu züchten, musst du sowohl für die erwachsenen Exemplare als auch für die Jungfische Becken und Zubehör zur Verfügung haben. Das Zuchtbecken sollte mindestens 40 Liter groß sein und dem Weibchen genügend Raum bieten um vom Männchen fliehen zu können. Es sollte viele verstecke, Pflanzen mit großen Blättern, Steine und ähnliches enthalten, sowie auch Schwimmpflanzen oder einen halben Plastikbecher, der auf der Oberfläche schwebt. Die Temperatur muss 27ºC (80ºF) betragen, und das Wasser sollte durch Luft, mit einem Schwammfilter gefiltert werden. Während der Paarung sollte man den Filter abschalten. Die Paarung kann durch Seemandelblätter (oder Extrakt) oder mit Betta Spa Wasseraufbereiter angeregt werden.

Paarung

Der Prozess der Paarung ist oft sehr langsam und kann mehrere Stunden dauern, es ist aber schön den Fischen dabei zuzusehen. Das Männchen baut das Schaumnest und lockt das Weibchen darunter. Danach wird das Weibchen vom Männchen umschlungen, wobei es den Laich abgibt. Die Eier werden während der Ablage vom Männchen befruchtet, wonach es das Weibchen loslässt um das Gelege einzusammeln, und ins Nest zu spucken. Das Weibchen befinden sich auch ein paar Sekunden nach der Eiablage noch in der Laichstarre, danach kehrt es aber zum Männchen zurück, und das ganze wird solange wiederholt, bis alle Eier abgelegt wurden. Alles in allem kann es bis zu 400 Eier geben.

Nachdem die Paarung zu Ende ist, verjagt das Männchen das Weibchen aus der Nähe des Nestes. Dieser ist der beste Moment, das Weibchen aus dem Becken herauszunehmen und zur Erholung in einen anderen Behälter zu legen. Das Nest und die Kleinfische werden vom Männchen die nächsten 5-7 Tage bewacht, während dessen es nichts frisst. Nach dieser Zeit sollte auch das Männchen aus dem Becken entfernt werden, sonst könnte es die Jungfische als Futter sehen!

Es ist äußerst wichtig das Zuchtbecken immer mit einem dichten Deckel zuzuschließen während die Jungfische wachsen, da sie sehr empfindlich sind und bei kalter Luft sehr schnell krank werden können. Dies ist der am öftesten begegnete Grund, wegen dem Jungfische in den frühen Entwicklungsphasen sterben.

Die Jungfische

Die Jungfische können nach 6 Tagen frei schwimmen, sie können sich aber in den ersten 4 Wochen nur mit sehr kleinen Futtermitteln ernähren, wie zum Beispiel mit frischen Artemialarven oder Infusoria. (Dafür braucht man ein Artemialarven-Brutgefäß, das die tägliche Portion sichern kann.) Nach 4 Wochen kann man anfangen auch fein gemahlenes Flockenfutter zu verwenden, wobei immer weniger Artemia verfüttert wird, bis sie in der zehnten Woche überhaupt keine Artemialarven mehr bekommen. Nun sollten schon die Männchen von den Weibchen unterschieden werden können. Man muss nach aggressiven Männchen Ausschau halten und diese nötigenfalls in gesonderte Zuchtbecken umsetzten. Es kommt durchaus vor, dass man aus einer einzigen Brut 100 Männchen hat, also muss man auf eventuell nötige Trennungen immer vorbereitet sein.

Nach 16 Wochen sind die Jungfische normalerweise groß genug um ans Zoogeschäft oder an Freunde verkauft zu werden. Wenn du sie selber behalten möchtest, solltest du schon jetzt anfangen in möglichst viele Becken zu investieren!

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