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  1. Marion Flowerhorn UFA auf Der Flowerhorn-Fisch am

Ammoniak, Nitrate und Nitrite im Aquarium

Im Stickstoffzyklus wird Ammoniak in Nitrit, und das wiederum in Nitrat umgewandelt. Dieser Prozess wird von ammoniak- und nitritabbauenden Bakterien ermöglicht, und als Endprodukt entsteht die chemische Verbindung Nitrat.

Kreislauf:

Wenn ein neues Aquarium aufgebaut wird, ist es immer wichtig, vor der Besetzung einen entsprechenden Stickstoffkreislauf mit den nötigen ammoniak- und nitritumbauenden Bakterien auszubilden. In einem ausgereiften Aquarium wird es dann wichtig, bei der Reinigung nicht zu viele Bakterien zu entfernen, damit der gesunde Stickstoffkreislauf erhalten bleibt. Wenn sich Einmal die Stickstoff umbauenden Bakterien in genügendem Maße vermehrt haben, steht der Entsorgung des schädlichen Ammoniaks aus Pflanzen- und Futterresten sowie Fischkot nichts mehr im Wege.

Prozess:

Wie schon früher erwähnt, entsteht Ammoniak aus verrottenden Pflanzenteilen und Futterresten sowie aus dem Kot der Fische. Eine Gruppe der Abbaubakterien verbindet den Ammoniak mit Wasser und erzeugt dadurch Nitrit. Im nächsten Schritt kann die zweite Bakteriengruppe ihre Arbeit tun. Sie nehmen das Nitrit und verbinden es wieder mit Wasser, wodurch sie Nitrat erzeugen. Ammoniak und Nitrit sind für die Fische extrem giftig, während der Nitratgehalt weniger schädlich ist, es sei denn es werden hohe Konzentrationen erreicht. Die Konzentration dieser schädlichen Chemikalien im Wasser des Aquariums kann mit den Prüftests eines in allen Aquaristikläden erhältlichen Prüfkoffers gemessen werden. Die Anhäufung von Nitrat in gefährlichen Mengen kann durch regelmäßige Teilwasserwechsel vermieden werden.

Prüfkoffer Prüfkoffer

pH-Wert:

Der pH-Wert des Aquariumwassers kann den Ammoniakgehalt stark beeinflussen. Das Wasser kann Ammoniak in zwei Formen enthalten: reines NH3 und das Ammoniumion NH4 . Das Ammoniak ist in seiner reinen Form giftiger als das Ammoniumion, sowieso sind aber beide lebensgefährlich für die Fische. Hoch alkalisches Wasser enthält größere Mengen an reinem Ammoniak, während im leicht sauren Wasser größere Mengen an Ammoniumionen enthalten sind. Der Unterschied zwischen dem chemischen Aufbau der beiden Stoffe ist sehr klein, trotzdem kann er für die Gesundheit deiner Fische eine entscheidende Rolle spielen. Bekanntlich sind Ammoniakvergiftungen bei hoch alkalischen pH-Werten häufiger.

Ammoniak:

Das Ammoniak (NH3) ist eine Chemikalie, die für Fische selbst in kleinen Mengen äußerst giftig sein kann. Bei Ammoniakvergiftung werden die Fische sehr geschwächt, wodurch die Gefahr von Krankheiten und Tod zunimmt. Diese Chemikalie beschädigt auch die Kiemenmembrane der Fische, wodurch die normale Atmung beeinträchtigt wird. Es ist wichtig, die Konzentration dieses Stoffes regelmäßig zu prüfen – einmal am Monat bei gesunden Aquarien, oder häufiger, wenn Fische krank werden oder sterben. In den Ergebnissen der Tests, die mit dem Prüfkoffer ausgeführt wurden, sollten keine Ammoniakspuren feststellbar sein. Die Testergebnisse werden in ppm (aus dem englischen „parts per million“, also Teile pro Million) gemessen, was heißt, dass das Testergebnis idealerweise 0 ppm sein sollte. Wenn Ammoniakspuren entdeckt werden, sollten in Aquaristikläden erhältliche ammoniakumbauende Chemikalien eingesetzt werden. Diese Chemikalien können das Ammoniak aus dem Wasser nicht entfernen, sie helfen aber den sehr giftigen Stoff in eine weniger giftige Form umzuwandeln, welche danach mit einem Biofiltersystem oxidiert werden kann. Der Filterungsprozess kann zum Entfernen des Ammoniaks und zur Verbesserung der Wasserqualität auch Kohle verwenden. Es ist sehr wichtig täglich zu überprüfen ob der Filter rein ist und entsprechend funktioniert. Wenn der Filter zu schmutzig wird oder aufhört zu funktionieren, kann sich das giftige Ammoniak im Becken anhäufen. Man sollte immer darauf achten die Fische nicht zu viel zu Füttern, nicht bloß um ihr Wohlbefinden zu sichern, sondern auch weil dies im Bezug der Pflege des Beckens und des Filtersystems ein wichtiger Aspekt ist. Das Becken darf nicht überbesetzt werden, weil zu viele Fische zu viel Kot erzeugen. Wenn den Fischen Medikamente gegeben werden, sollte man immer auch die Wasserwerte messen, weil die verwendeten Chemikalien für die Bakterien schädlich sein können, was auch heißt, dass sie den Ammoniak nicht mehr abbauen können. Es es wichtig das Aquarium regelmäßig zu putzen, man darf aber nie vergessen den Biofilter nicht zu gründlich zu reinigen. Der Biofilter spielt eine lebenswichtige Rolle für die Bakterienpopulation im Aquarium, und wenn diese beschädigt wird, kann auch der Stickstoffkreislauf nicht stattfinden.

Nitrit:

Das im Wasser gelöste Ammoniumion (NH4 ) kann von den darauf spezialisierten Bakterien in Nitrit (NO2-) umgewandelt werden. Ähnlich wie Ammoniak ist auch das Nitrit giftig, und auch dieser Stoff ist für die Fische sehr gefährlich. Wenn das Wasser auch nur messbare Spuren von Nitrit enthält, können die Fische ernste Schaden erhalten. Nitrit erschwert die Atmung und schwächt das Immunsystem, was heißt dass die Fische einer erhöhten Krankheits- und Sterbensgefahr gegenüberstehen. Um dies zu verhindern sollten regelmäßige Nitritmessungen ausgeführt werden, ähnlich wie bei Ammoniak. Wenn der Ammoniaktest ein Ergebnis von 0 ppm ergibt, sagt das nichts über den Nitrit- oder Nitratgehalt des Wassers aus. Es ist sehr wichtig als Teil der regelmäßigen Aquariumpflege jede Chemikalie einzeln zu messen.

Nitrat:

Das im Wasser gelöste Nitrit (NO2-) kann von den darauf spezialisierten Bakterien in Nitrat (NO3-) umgewandelt werden. Diese Chemikalie ist scheinbar unbedenklich, in größeren Konzentrationen kann sie aber für die Fische schädlich sein. Im Unterschied zum Ammoniak und zum Nitrit darf das Nitrat im Wasser in messbaren Spuren vorhanden sein, und üblicherweise ist das auch der Fall. Früher glaubte man, es sei für fische vollkommen ungefährlich, durch Studien wurde aber deutlich gemacht, dass bei hohen Konzentrationen im Aquarium auch dieser Stoff die Gesundheit und das Wohlbefinden der Fische negativ beeinflusst. Zu viel Nitrat könnte darauf hinweisen, dass im Becken zu viel Fischkot und zu viele Pflanzenreste vorhanden sind. Wenn man das Problem nicht entsprechend löst, wird dies unausweichlich zu kranken, ungesunden Fischen führen. Eine weitere Auswirkung des viel zu hohen Nitratgehalts ist die Vermehrung der Algen. Nitrate fördern den Wuchs der Algen, was zu einem undurchsichtigen Becken mit zunehmenden Mengen an den toxischen Stoffen Ammoniak und Nitrit führen kann. Deswegen ist es so wichtig, auch das Nitrat zu messen, obwohl es vollkommen in Ordnung ist ein wenig davon im Becken zu haben. Das Ergebnis des Nitrat-Tests sollte 40 ppm oder weniger ergeben, je niedriger umso besser. Wenn das Testergebnis sehr hohen Nitratgehalt zeigt, kann verschiedenes unternommen werden um die Konzentration im Wasser des Aquariums wieder auf einen sicheren Wert zu senken. Wenn viel zu hoher Nitratgehalt festgestellt wird, sollte das Wasser sofort zum Teil gewechselt werden. Ein Leitungswasserfilter kann verwendet werden um alle Chemikalien aus dem Wasser zu entfernen, darunter auch Ammoniak, Nitrit und Nitrat. Wenn dadurch keine befriedigende Ergebnisse erreicht werden, könnte man versuchen einen Nitratfilter zu verwenden.

Stickstoffzyklus ohne Fische:

Wie schon vorher angegeben, ist der Aufbau des Stickstoffkreislaufs ein sehr wichtiger Schritt bei der Vorbereitung des neuen Aquariums. Wenn die für den Abbau des Ammoniaks und des Nitrits zuständigen Bakterien nicht vorhanden sind, werden die ersten Beckenbewohner wahrscheinlich nicht überleben. Die Methode des fischlosen Kreislauf-Aufbaus wurde entwickelt, um neue Aquarien ausbilden zu können ohne dabei das Leben ihrer ersten Bewohner zu riskieren. Diese Methode ermöglicht auch das viel schnellere Ansammeln der nötigen Bakterien, in nur 3 Wochen oder weniger anstatt den üblichen 6 Wochen. Nachdem das Becken schon Wasser enthält, wird reines Ammoniak beigefügt. Jeden Tag wird eine weitere Dose Ammoniak dazugegeben, wobei der Ammoniakgehalt durch tägliche Tests verfolgt wird. Sobald sich genügende Ammoniak abbauende Bakterien angesammelt haben, wird der Ammoniakgehalt in den Testergebnissen in kürzester Zeit auf 0 ppm fallen. Nach diesem ersten Schritt werden weiterhin täglich kleine Mengen Ammoniak dazugegeben, damit auch der Nitritgehalt zunehmen kann. Wenn sich viel Nitrit aufgehäuft hat, wird sich die zweite wichtige Bakteriengruppe vermehren können, welche das Nitrit in Nitrat umbauen. Wenn die Wasser-Testwerte schon Spuren von Nitrat aufweisen, folgt ein Teilwasserwechsel. Danach wird ein wenig gewartet, und dann werden wieder die Ammoniak-, Nitrit- und Nitratgehalte gemessen. Wenn die Ergebnisse der Wassertests Erfolg zeigen, steht das Becken bereit dafür, mit Fischen besetzt zu werden. Das Ammoniak aus dem Kot der Fische wird dafür sorgen, dass der Stickstoffkreislauf erhalten bleibt.

Tipps zur sicheren Reinigung des Aquariums:

Wenn sich eine nützliche Bakterienkolonie ausgebildet hat, darf diese nicht beschädigt werden. Die Reinigung des Aquariums ist äußerst wichtig für die Gesundheit der Fische, es ist aber ebenso wichtig die nützlichen Bakterien zu erhalten. Aus diesem Grund sind Teilwasserwechsel unerlässlich. Dadurch, dass ein Teil des alten Wassers immer im Becken bleibt, können sich die Bakterien vermehren und ihre Kolonie erhalten. Beim Wechsel der ganzen Wassermenge werden zu viele Bakterien entfernt, was die schnelle Erhöhung der Ammoniak- und Nitritwerte und dadurch den Tod der Fische zur Folge haben kann. Äußerst wichtig ist auch, dass man nie vergisst keine solchen Reinigungsmittel zu verwenden, auf denen nicht klar angegeben wird, dass sie für Aquarien geeignet sind. Bakterien sind sehr empfindlich gegen Chemikalien, also muss man besonders vorsichtig sein, die nützliche Bakterienkolonie nicht zu töten. Wenn Filtereinsätze gereinigt werden müssen, ist es immer eine gute Idee sie in solchem Wasser auszuspülen, das aus dem Aquarium entfernt wurde, weil auch dieses Wasser schon Bakterien enthält.

Wassertest-Ergebnisse:

Für diese Testserie habe ich zwei verschiedene Aquarien benutzt. Die Testergebnisse zeigen die Unterschiede im pH-Wert sowie Ammoniak-, Nitrit- und Nitratgehalt zwischen einem gesunden und einem ungesunden Aquarium. Hier kannst du die Testergebnisse eines akzeptablen Beckens mit den Testergebnissen eines Beckens in einem unakzeptablen Zustand vergleichen.

Im „Becken A“ wurden alle 3 Tage Teilwasserwechsel ausgeführt. Die Fische wurden entsprechend den Empfehlungen auf den Futterverpackungen gefüttert, und das Becken wurde nicht überbevölkert. Die Ergebnisse der pH-, Ammoniak-, Nitrit- und Nitratmessungen zeigen, dass es sich um ein gesundes Becken handelt.

Becken A

pH-Wert: 7,6

pH-Wert: 7,6

Ammoniakgehalt: 0ppm

Ammoniakgehalt: 0ppm

Nitritgehalt: 0ppm

Nitritgehalt: 0ppm

Nitratgehalt: 5ppm

Nitratgehalt: 5ppm

Im „Becken B“ wurden 2 Wochen lang keine Wasserwechsel vorgenommen. Die Fische haben mehr als die auf den Verpackungen empfohlene Menge an Futter bekommen, und das Becken wurde mit zu vielen Fischen besetzt. Nachdem die pH-, Ammoniak-, Nitrit- und Nitrat-Tests ausgeführt wurden, kann festgestellt werden dass das Aquarium im Vergleich mit den empfohlenen Werten ungesund ist.

Becken B

pH-Wert: 7,0

pH-Wert: 7,0

Ammoniakgehalt: 0ppm

Ammoniakgehalt: 0ppm

Nitritgehalt: 25ppm

Nitritgehalt: 25ppm

Nitratgehalt: 50ppm

Nitratgehalt: 50ppm

Becken A Becken B Optimale Werte Bemerkungen
pH 7.6 7.0 Zwischen 7,0 und 7,6 Bei beiden Aquarien befinden sich die pH-Werte im empfohlenen Bereich.
Ammoniak 0ppm 0ppm 0ppm In beiden Aquarien ist der Ammoniakgehalt entsprechend.
Nitrit 0ppm .25ppm 0ppm Becken A ist gesund und weist keinen messbaren Nitritgehalt auf. Becken B enthält messbare Spuren von Nitrit. Weil dies unakzeptabel ist, hat Becken B dringende Pflege nötig.
Nitrat 5ppm 50ppm Unter 40ppm Becken A ist gesund, da der Nitratgehalt unter dem empfohlenen Grenzwert liegt. Im Becken B ist der Nitratgehalt höher als erlaubt. Becken B hat dringende Pflege nötig.

Die Verwendung eines Prüfkoffers bei der regelmäßigen Aquariumpflege kann sich als sehr nützlich erweisen. Dadurch dass schädliche Chemikalien früh entdeckt werden, wird ihre Beseitigung ermöglicht, noch bevor sie ungesunde Bedingungen verursachen könnten. Wenn du alles nötige tust um in deinem Aquarium gesunde Wasserwerte zu erhalten, hilfst du dadurch deinen Fischen, dir für eine lange, lange Zeit Freude bereiten zu können.

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