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Zwergkrallenfrösche

Zwergkrallenfrösche (Hymenochirus Boettgeri) sind sehr beliebte Aquariumtiere, weil sie ungefähr so einfach zu halten sind wie Goldfische.

Einem der größten Probleme begegnet man gleich beim Kauf dieser Tierchen, weil in den Zoogeschäften auch solche Krallenfroscharten als Zwergfrösche angeboten werden, die eigentlich etwas anderes sind. Andere Krallenfrösche können im Vergleich ganz schön groß werden, und sind auch nicht so anspruchslos wie die Zwergkrallenfrösche. Es gibt zwei Möglichkeiten um festzustellen ob die als solche angebotenen Frösche wirklich Zwergkrallenfrösche sind: erstens können Albinos keine Zwergkrallenfrösche sein, zweitens haben diese auch kleinere Augen als andere Krallenfrosch-Arten.

Sie stammen ursprünglich aus der Kongoregion Afrikas, wegen den Rodungen und den Änderungen des Ökosystems sind sie aber in freier Wildbahn vermutlich ausgestorben. Die meisten Exemplare, die in den Zoogeschäften erhältlich sind, kommen aus Indien, wo speziell für den Verkauf am Zoomarkt sehr viele gezüchtet werden. Dieses Geschäftsinteresse an der Spezies war positiv im Sinn dass sie dadurch vom kompletten Aussterben gerettet wurden. Zwergkrallenfrösche können eine Länge von 2,5-4 cm erreichen und haben eine Lebensdauer von ungefähr 5 Jahren.

Die Frösche häuten sich alle 1-2 Wochen. Am Anfang lockert sich die Haut an der Unterseite des Tieres, wonach die alte Hautschicht durch wiederholte starke Bewegungen der Hinterbeine restlos entfernt wird. Am Ende schwebt die alte Haut frei im Becken herum. Das Ganze geschieht sehr schnell, daher bleibt das Ereignis den Aquaristen oft unbemerkt.

Habitat für den Frosch

Der Beckenaufbau ist ziemlich einfach, wobei immer wichtig ist für alle einzelnen Frösche zirka 4 Liter Wasser dazuzurechnen. Der Bodengrund kann aus Sand oder aus Kies bestehen, keine größeren Steine sollten aber verwendet werden, weil die Frösche manchmal unter ihnen gefangen bleiben können. Das Becken sollte nicht zu tief sein. Weniger tiefe Aquarien ermöglichen den Fröschen öfter an die Oberfläche zu kommen um zu atmen, allerdings werden Exemplare dieser Spezies das wahrscheinlich sowieso nicht oft tun.

Verstecke müssen für sie ausgebildet werden. Weil sie normalerweise ein wenig schüchtern sind, kann man ihnen durch diese Strategie helfen, sich in Sicherheit zu fühlen. Blumentöpfe oder modernere Aquariumdekorationen sind für diesen Zweck gut geeignet, und auch lebendige Pflanzen können zum gewünschten Effekt beitragen. Diese Frösche werden Pflanzen nicht zerstören, wenn du dich aber trotzdem für Kunststoffpflanzen entscheidest, solltest du Seidenpflanzen wählen, weil Plastikobjekte die sehr feine Haut der Frösche verletzen können. Sind sind wahrhaftige Meister des Entkommens, also muss unbedingt ein Deckel verwendet werden, zwischen dem Deckel und der Wasseroberfläche sollte aber auch Raum für eine Luftschicht bleiben. Viele Froschhalter empfehlen zu Bepflanzung Speerblätter (Anubias) weil sie in kleinen Büschen wachsen, und daher viel Raum zum Verstecken bieten können.

Wer auf den Bodengrund verzichten möchte damit das Putzen einfacher wird, kann sich eingetopfte Pflanzen besorgen – zum Beispiel gibt es oft Wasserpflanzen in kleinen Terrakottatöpfen –, oder man kann sie auch in eine kleine Glasvase pflanzen. Speerblatt wird üblich zusammen mit einem kleinen Stück Moorholz verkauft, an das es festgewachsen ist – das ist immer eine gute Wahl.

Die Wassertemperatur sollte immer zwischen 21-23 Grad Celsius liegen, wobei gute Filterung unerlässlich ist. Für sehr kleine Becken sind wöchentliche Wasserwechsel ausreichend, größere Becken brauchen aber interne Filteranlagen. Der Filter sollte so eingestellt werden, dass er die Wasseroberfläche nicht aufwühlt, das kann nämlich den Fröschen das Luftholen von der Oberfläche erschweren. Wöchentlicher Wasserwechsel ist bei jeder Art von Filterung nötig.

Der pH-Wert kann zwischen 7,0-7,2 liegen, und eventuell vorhandene Beleuchtung sollte für die Nacht abgeschaltet werden – ob man Beleuchtung überhaupt verwendet oder nicht, ist Geschmackssache.

Ernährung

Die Fütterung der Zwergkrallenfrösche ist nicht besonders kompliziert, da sie die meisten fleischhaltigen Futtersorten gerne fressen. Gefrorene Mückenlarven sowie gefrorene Artemia sind als Hauptfutter geeignet, während Reptomin, Gammarus und fein geschnittene Erdwürmer für Abwechslung sorgen können. Der schwierigste Teil des Prozesses besteht darin, wie das Futter den Fröschen „serviert“ wird. Ein kleiner Terrakottateller oder etwas Ähnliches ist für diesen Zweck bestens geeignet. Auf den Teller sollte auf einmal immer nur ein wenig Futter gelegt werden. Das Futter einfach ins Becken zu schütten ist nicht gerade ideal, weil die Frösche sich nicht besonders bemühen, alles einzusammeln, wobei das am Boden verfaulende Futter das Wasser verschmutzt. Es sollten auf einmal immer nur geringe Mengen verfüttert werden, außerdem werden die Tiere von manchen Froschhaltern nur zwei- oder dreitäglich gefüttert. Wenn das Futtermittel direkt ins Becken gelegt wird, können ein paar Tricks verwendet werden, um zu sichern dass die Frösche es sofort auffressen. Das Futter soll immer an die selbe Stelle gelegt werden, weil die Tiere die Witterung aufnehmen und für die nächste Fütterung zur selben Stelle zurückkehren. Die Frösche können so zähm werden, dass sie aus der Hand fressen – dann kann man wirklich sicher sein, dass alle Exemplare ihre Portion bekommen. Wenn sie anfangs nicht aus der Hand fressen wollen, bloß nicht aufgeben – früher oder später werden sie sich daran gewöhnen.

Wenn man für das Füttern eine Spritze benutzt, wird das Ergebnis gleich sein, wie bei der Handfütterung – die Frösche werden die Spritze bald mit dem Futter assoziieren.

Im Becken zurückgebliebenes Futter sollte nach 5 bis 10 Minuten entfernt werden. Die Reste können – zum Beispiel auch mit der Spritze – einfach abgesaugt werden.

Geschlechtsbestimmung und Zucht

Männchen sind etwas kleiner und auch dünner als Weibchen, der wichtigste und auffälligste Unterschied besteht aber darin, dass Männchen hinter den Achseln kleine rosafarbene Drüsen haben. Bei Weibchen hingegen ist die Region zwischen den Beinen auffällig geschwollen – dieser Körperteil dient zur Laichablage und als Darmausgang. Bei beiden Geschlechtern wird das Erwachsenenalter in ungefähr 9 Monaten erreicht.

Wenn das Männchen paarungsbereit ist, fängt es an für das Weibchen zu „singen“, das heißt, ein Brummeln von sich zu geben. Dabei wölbt es seinen Rücken und streckt die Beine aus um ihr zu imponieren. Wenn auch das Weibchen willig ist, wird es vom Männchen in der Hüftgegend (vor den Hinterbeinen) mit den Armen umklammert. Während sich das Männchen so festhält, schwimmt das Weibchen mit ihm zur Oberfläche, um den Laich im oberen Bereich des Beckens abzulegen. Während das Weibchen die Eier ablegt, werden diese vom Männchen besamt. Nach der Eiablage lässt sich das Paar auf den Boden des Beckens fallen. Dabei kann das Weibchen tot scheinen, das ist aber nicht der Fall – es muss sich nur ausruhen. Nach kurzer Zeit lässt das Männchen los und schwimmt davon.

Eierschlupf und Entwicklung der Kaulquappen

Die Eier werden überall auf der Oberfläche des Aquariums verstreut. Wenn man sie schlüpfen lassen und die Kaulquappen pflegen möchte, sollten sie eingesammelt und in ein anderes Becken gelegt werden. Der Grund dafür liegt darin, dass ihr Wasser einen höheren pH-Wert erreichen muss, als das Wasser im Becken der Eltern. Sie sollten in ein 40 Liter Becken gelegt werden, das keinen Bodengrund enthält, damit auch bei der späteren Reinigung die Wasserqualität hoch bleibt. Der pH-Wert muss mindestens 7,5-8,0 betragen, was dadurch erreicht werden kann, dass dem Wasser Natriumbicarbonat zugefügt wird. Auch die Temperatur muss auf 27° Celsius (80° Fahrenheit) erhöht werden. Anders als die Kaulquappen normaler Frösche sind diese Kleinen sehr empfindlich, also wird die Sterberate hoch sein. Da es sich um Zwergfrösche handelt, muss man beim Wasserwechsel vorsichtig umgehen, die Kaulquappen der Spezies sind nämlich sehr klein. Mindestens zweimal täglich sollten 10% des Wassers gewechselt werden. Die Fütterung der neu geschlüpften Kaulquappen kann am Anfang ziemlich schwierig sein, vorbereitetes Flüssigfutter für Jungfische scheint allerdings gut angenommen zu werden (diese Futtersorte ist in Zoogeschäften erhältlich). Größere Futterteilchen werden die Kaulquappen nur dann verdauen können, wenn sie schon ein bisschen gewachsen sind.

Nachdem sie größer werden, sollten sie mit frisch geschlüpften Artemia-Larven gefüttert werden. Dieses Futtermittel sollte dann solange verwendet werden, bis sie alt genug sind für die Metamorphose zu Jungfröschen.

Obwohl diese Frösche ziemlich leicht zu pflegen sind, können sich auch bei ihnen – wie das auch bei den Fischen der Fall ist – Krankheiten entwickeln, vor allem wenn die Wasserqualität nicht entsprechend hoch ist.

Wassersucht kann ein ernstes Problem werden, da man leider nicht viel unternehmen kann um dem kranken Frosch zu helfen. Das Problem kann vom geschwollenen Bauch des Tieres erkannt werden. Der Behandlungsverlauf besteht darin, dass der kranke Frosch in ein Quarantänebecken gelegt wird und dort antibakterielle Medikamente ins Wasser bekommt. Als Sicherheitsmaßnahme sollten auch dem Hauptbecken Medikamente zugefügt werden.

Pilzinfektionen sind ein weiteres Problem, das eventuell vorkommen kann, diese Krankheiten sollten allerdings durch immer gleichmäßig hohe Wasserqualität vermieden werden können. Wenn die Frösche Pilzflecken bekommen, müssen die infizierten Exemplare ins Quarantänebecken gesetzt und mit Fungizid behandelt werden.

Bei nicht entsprechender Haltung oder wenn ihr Becken kantige Dekorationsobjekte enthält, können die Frösche verletzt werden. Die Wunden sollten von selbst heilen, wenn der Frosch in ein Quarantänebecken mit hoher Wasserqualität gesetzt wird, das Beste für die Tierchen ist aber natürlich Verletzungen von Anfang an zu vermeiden. Wenn nicht unbedingt nötig, sollten die Frösche nicht mit dem Netz gefangen werden, weil dies zu offenen Wunden oder auch zu Knochenbrüchen führen kann. Wenn die Frösche gefangen werden müssen, sollte das sehr vorsichtig, mit der Hand gemacht werden. Falls sie in einem Gemeinschaftsbecken leben sollten, dürfen sie keine größere oder aggressive Beckengenossen haben, weil die Frösche von diesen verletzt werden können. Keinesfalls dürfen sie mit afrikanischen Krallenfröschen zusammen gehalten werden, da diese die Zwergspezies auffressen können.

Viele Halter machen sich sorgen über die Gesundheit ihrer Frösche, wenn diese eher selten an die Oberfläche kommen um zu atmen. Das ist allerdings kein Problem. Sie können Stunden lang unter Wasser bleiben, also ist dieses Verhalten völlig normal. Manchmal halten sie alle Beine ausgestreckt während sie zur Oberfläche schweben – auch das ist ganz normal.

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